Bärlappsporen

Ziel:

Feuerspucken ist ein für Anfänger recht riskantes Unterfangen. Mit Petroleum oder anderen Flüssigkeiten pustet der Artist in eine Flamme. Durch die feine Verteilung der Flüssigkeit kommt es zu einer schnellen Verbrennung und somit zur sichtbaren Stichflamme. Da es bei Anfängern leicht zu Verbrennungen oder Vergiftungen durch Verschlucken kommen kann, bedienen sich diese lieber der Bärlappsporen.

Bärlappsporen (Lycopodium) sind Sporen verschiedener Bärlapparten. Schon im Mittelalter wurden sie von Gauklern und fahrenden Künstlern zum Erzeugen pyrotechnischer Effekte verwendet. In ländlichen Gegenden wurden zuweilen auch Schornsteine durch die Zündung von Bärlappkraut gereinigt, wobei das leider manches Mal die letzte Reinigung für den Schornstein war. Ein kleines Feuer löste eine Kettenreaktion in der Mehl lagernden Mühle aus. Jede neue Explosion wirbelte weiteres Mehl auf, das weitere Explosionen auslöste.

Prinzipiell ähnlich ist auch die kontrollierte Explosion von Bärlappsporenstaub in folgendem Versuch.

 

Geräte:

  • Dreifuß
  • Blechdose
  • Stopfen
  • Trichter
  • Plastikschlauch

 

Chemikalien:

Bärlappsporen

 

Sicherheitshinweis:

Achtung! Hoch entzündlich! Alle brennbaren Gegenstände außer Reichweite, bei der Durchführung eine Schutzbrille tragen und einen möglichst großen Abstand zur Feueröffnung halten!

 

Durchführung:

Vor dem Experiment muss eine dafür notwendige Apparatur gebastelt werden. In eine Metalldose (große Keksdose) wird unten ein kleines Loch gebohrt, durch das ein Trichter passt. Zum Abdichten kann man einen durchbohrten Stopfen in das Loch kleben, in den man in der Dose den Trichter steckt.

Unter der Dose befestigt man nun an diesem Trichter einen Schlauch. In der Dose platziert man neben dem Trichter eine Kerze (die Kerze muss ungefähr auf Trichterhöhe brennen können).

Vor Versuchsbeginn sollte man sich vergewissern, dass der Deckel der Dose leicht abnehmbar ist und nicht verkantet. Nun gibt man 1-2 Löffel Bärlappsporen in den Trichter, zündet die Kerze an, legt den Deckel auf die Dose, geht in Deckung und pustet in den Schlauch.

 

Quellen:

Wörtlich entnommen aus:

http://netexperimente.de/chemie/56.html